• Brigitte

" Ich fühle mich diskriminiert weil du kein Fleisch isst "



Es braucht schon eine bestimmte Stimmung, diese Zeilen hier gerade zu schreiben. Denn der Anlass ist so absurd, dass er meine sarkastische Seite weckt, aber ich möchte gleichzeitig möglichst neutral darüber berichten.


Inzwischen ist es zwar schon ein paar Jahre her, aber die Angelegenheit bringt mich so zum Lachen, dass ich sie trotzdem noch in meinem Blog festhalten möchte.


Es ist März, jemand bucht einen Termin bei mir für den Herbst. Zeit vergeht und im Juli kommt eine Email. Ich zitiere:


Ich esse Fleisch. Ich fühle mich disqualifiziert von dir fotografiert zu werden. Und diskriminiert.



Ich meine… ich verbringe die meisten Tage alleine im Büro und so etwas bringt doch tatsächlich Abwechslung in den Alltag.


Ich lese die Zeilen nochmals – dass der Termin storniert wird steht zwar nicht, aber ich gehe davon aus. Also schaue ich nach um welches Shooting es geht, nehme den Termin aus dem Kalender. Es ist kein bestehender Kunde, der mich schon kennt, also beginne ich mich zu fragen woher dieser (Wut)Ausbruch kommt. Denn obwohl ich nicht darauf reagiere folgen noch weitere ähnliche Zeilen sowie die klare Stornierung des Shootings.


Auf meiner Webseite steht lediglich unter persönliches das Wort vegan in der Rubrik ‚ich mag’ - das kann es fast nicht gewesen sein.


Ich studiere weiter, womit ich den Stein zum Anstoss einer solchen Nachricht hätte provozieren können und gehe auf Facebook. Auf meiner geschäftlichen Seite steht maximal, dass ich für Coachingteilnehmer immer etwas pflanzliches zum Znüni selber backe, also gehe ich weiter zu meinem privaten Profil.


Und tja. Was soll ich sagen.


Wer selbst versucht authentisch zu leben, der weiss, was einfach klingt ist doch recht schwer.


Meine Geschäfts- und Private Seite sind auf Facebook bewusst getrennt. Einerseits damit diejenigen, die meine Fotografie-Seite liken wissen, woran sie sind: Fotografien, Grafikdesign, Making of’s, News. Und andererseits weil ich auf meinem privaten Profil Privates poste.

Entsprechend lebe ich das, was schon immer mein persönliches Herz ist, nicht auf der geschäftlichen Seite aus sondern auf meiner privaten. Dort dreht sich ganz ganz viel um das Thema vegan. Dort stehen Fakten, die unangenehm sind. Ein paar dieser unangenehmen Fakten waren auf öffentlich gestellt und das muss es gewesen sein, anders kann ich es mir nicht erklären.


Ebenfalls sind dort auch viele Tipps und Rezepte -> daher sendet mir bitte nur Freundschaftsanfragen, wenn euch dieses Thema interessiert. Umgekehrt wenn es euch interessiert stehe ich jederzeit gerne für Tipps&Tricks zur Verfügung und habe schon über 40 Menschen auf diesem Weg begleitet.



Also: Das bin ich - voll und ganz Tierliebend und Tierschützend


Diese Liebe kommt mir bei den Shootings sehr zu Gute - den Tieren gegenüber und für den dazugehörigen Menschen: Mein Interesse an dem Tag gilt dir und deinem Tier und dass ich einzigartige Erinnerungsbilder für euch kreieren kann. Das Thema Ernährung spreche ich von mir aus nie an. Es braucht sich also niemand um seinen Termin zu sorgen.


Wenn sich jemand dadurch diskriminiert fühlt, dass ICH keine Tiere töte(n lasse) und deshalb kein Shooting bei mir möchte, dann ist das seine Entscheidung und ändert nichts an meiner.


Mein Herz schlug schon immer für Tiere.


ALLE Tiere


Ich sehe und höre sie nicht nur, ich fühle sie auch ganz stark.



Das gleiche gilt für Mutter Natur. Ich bin froh habe ich pflanzliche Ernährung vor 6 Jahren – nach allen gängigen Vorurteilen (einseitig, Mangelernährung, kann ja nichts mehr essen) – einfach einmal ausprobiert und nach zwei Wochen war klar, dass ich dabei bleibe.


Anfänglich aus gesundheitlichen Gründen (24h Schmerzen, Diagnose gemäss Ärzten ‚eine Mischung aus Fibromyalgie, Muskelrheuma und Arthritis’ – nach vier Wochen vegan 98% schmerzfrei), kamen immer mehr Ethische dazu.


Denn kaum isst man keine tierischen Produkte mehr, gehen schnell Diskussionen los und man lernt dabei um mitreden zu können automatisch alle nötigen Fakten - zwei Beispiele:

* Der Regenwald wird wegen der Tiermast für Sojaanbau abgerodet – 1.5 Fussballfelder pro Minute (!). 90% vom Anbau ist ausschliesslich für die Massentierhaltung

* Jeden Tag werden in der Schweiz 170'000 Tiere geschlachtet (jeden Tag!)



Wissen tun wir es alle. Aber erst wenn du es fühlst, fühlst du es.



Was mir noch wichtig zu sagen ist: Mein Mann und ich sind nicht perfekt. Wir beuteten ebenfalls lange Tiere aus. Wir haben noch alte Sachen aus Leder. Wir produzieren Abfall und haben noch viel Plastik. Aber wir nehmen jeden Tag einen Anlauf uns zu verbessern, informieren uns und optimieren wo wir können -> unsere zwei grössten Tipps diesbezüglich findet ihr am Schluss.



Nun - mir ist es ein Anliegen, dass alle positive Erfahrungen mit diesem Thema machen...


...also nehme ich diesen Text einfach als Anlass, euch zwei - ok drei - toootal leckere, einfache und schnelle Lieblingsrezepte von uns zu schenken, die schon viele Menschen beim Essen wie auch beim Nachmachen begeistert haben. Ich freue mich über Rückmeldungen, wenn du eines oder alle ausprobierst ❤



Schoggichueche


200 g gemahlene Mandeln

180-200 g Zucker

150 g Mehl (für glutenfrei: Kastanienmehl)

4 EL Kakaopulver

100 g dunkle Schokolade

1.5 TL Backpulver

1/4 TL Salz

2.5-3 dl Wasser

6 EL Öl (z.B. Olivenöl)




Alle trockenen Zutaten vermengen, die 100g Schokolade grob hacken und dazu, dann Wasser und Öl dazu und vermengen, anschliessend bei 180 Grad (vorgeheizt) 1 Stunde backen




Rohffaelo


2 EL Kokosöl

4 EL Kokosmus

1 EL Cashewmus

1 EL Ahornsirup / Apfelsüsse

2 EL Kokosraspeln

1 Prise Vanille, gemahlen

12 geschälte Mandeln

2 EL Kokosraspeln






Kokosöl, Kokosmus und Cashewmus in einem Schälchen gut vermengen. Das Kokosöl und das Kokosmus sollten relativ weich sein.


Vanille und Kokosraspeln zugeben und mit Ahornsirup süssen. Gründlich vermengen. Die weiche Mischung ca 10 min. im Kühlschrank abkühlen bis der Teig sich zu 2 cm grossen Bällchen formen lässt.


In jedes Bällchen eine Mandel packen und in Kokosraspeln rollen. Die Trüffel in Kühlschrank fest werden lassen und gekühlt servieren



Und für den Winter schonmal notieren:



Lebkuchen


500g Mehl (für glutenfrei geht gut Kastanienmehl) 400g Zucker 3 EL Kakaopulver 6 EL Olivenöl 1.5 Päckchen Backpulver ca. 3 EL Lebkuchengewürz (ihr müsst für euch selbst herausfinden wie viel ihr mögt und es variiert auch je nach Gewürzmischung - der unfertige Teig sollte schon stark nach Lebkuchen riechen) 450-500ml Soja- oder Mandelmilch

Alles mischen, ca. 30min (Zahnstocherprobe) bei 170° Umluft



Gutes Gelingen und viel Freude mit den feinen Köstlichkeiten



Du möchtest auch weniger Plastik verbrauchen? Zwei geniale Dinge erleichtern uns den Alltag und reduzierten den Abfall auf 0.1%. Die Links sind zufällig ergoogelt und stehen in keinem Zusammenhang zu mir, ich erhalte auch keine Provision etc. - es ist einfach eine Produktempfehlung von Herzen und ihr könnt gerne selbst googeln & kaufen wo es euch sympathisch ist:


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